Ein Brückenbauer zwischen Nationen und Religionen
Höchste Landesauszeichnung für Präsident Kurt David Brühl

Graz.- Der Herr im elfenbeinfarbenen Anzug, der heute Mittag im Weißen Saal der Grazer Burg von Landeshauptmann Waltraud Klasnic die allerhöchste Auszeichnung, die das Land Steiermark zu vergeben hat, erhielt, steht nicht nur für modische Eleganz, wie es seinem geschäftlichen Werdegang entsprechen würde, sondern vor allem für Toleranz, für verzeihen ohne jedoch zu vergessen – Konsul Kommerzialrat Kurt David Brühl, Ehrenpräsident der Israelitischen Kultusgemeinde. Neben allen anderen hohen Auszeichnungen, die ihm für seine besonderen Verdienste bereits verliehen wurden, ist er ab nun Träger des „Großen Goldenen Ehrenzeichens des Landes Steiermark mit dem Stern.“
Seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass die im Graz des Jahres 1938 zerstörte Synagoge am rechten Murufer wieder aufgebaut wurde und nunmehr der jüdischen Gemeinde in der steirischen Landeshauptstadt wieder ein religiöses Zentrum bietet. Kurt David Brühl hat in der Nachkriegszeit seine guten Beziehungen zu England weiter intensiviert, wurde als Honorarkonsul für Großbritannien und Nordirland der erste Diplomat dieser Art in der Steiermark und schuf aus dem elterlichen Betrieb ein in mehreren Ländern vertretenes Wirtschaftsimperium. Sein Name ist mit Mode von höchster Qualität genauso verbunden wie mit seinem Eintreten für die jüdische Glaubensgemeinschaft. 20 Jahre lang, von 1980 bis zum Jahre 2000 war er Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde. Gerade diese Funktion ermöglichte es ihm in besonderem Maße, sich als Brückenbauer zwischen den Menschen, Nationen und ihren Religionen einzubringen, was auch Landeshauptmann Waltraud Klasnic in ihrer Laudatio hervorhob: „Das vom nunmehrigen Ehrenpräsidenten Kurt David Brühl geschaffene Netzwerk an Zusammenarbeit ist ein Vorbild für alle, denen ein gemeinsames und friedvolles Miteinander am Herzen liegt.“ Unter den von David Kurt Brühl eingeladenen Gästen waren neben seinen drei Töchtern und den Enkerln auch Landtagspräsident Reinhold Purr, Stadtrat a. D. Helmut Strobl, der frühere Polizeidirektor Dr. Karl Müller, Dr. Hans Dobida, Kultusgemeinde-Vizepräsident Prof. Dr. Otto Klein und Dr. Günter Ziesel anwesend.
Graz, am 3. August 2004